Deutsches Schwimmabzeichen Gold – Die höchste Stufe des sicheren Schwimmens

Das Goldene Schwimmabzeichen ist die anspruchsvollste Stufe der Schwimmausbildung und erfordert neben Ausdauer und Technik auch grundlegende Kenntnisse der Rettungsschwimmtechniken. Kinder, die dieses Abzeichen erwerben, sind nicht nur sichere Schwimmer, sondern lernen auch, wie sie sich und andere in Notfallsituationen im Wasser unterstützen können.
Theoretische Prüfung
Neben den Baderegeln müssen die Prüflinge auch Wissen über Selbstrettung und einfache Fremdrettung nachweisen. Dazu gehört, wie man bei Bade-, Boots- und Eisunfällen handelt, sowie Strategien zur Selbsthilfe bei Erschöpfung oder Krämpfen.
Praktische Prüfung
✔ Kopfsprung vom Beckenrand, gefolgt von 30 Minuten Dauerschwimmen, bei dem mindestens 800 Meter zurückgelegt werden:
- 650 Meter in einer Schwimmlage (z. B. Brust oder Rücken)
- 150 Meter in einer anderen Schwimmlage
- Der Wechsel zwischen den Lagen muss während des Schwimmens erfolgen, ohne sich festzuhalten
✔ Startsprung und 25 Meter Kraulschwimmen
✔ Startsprung und 50 Meter Brustschwimmen innerhalb von maximal 1:15 Minuten
✔ 50 Meter Rückenschwimmen, entweder mit Grätschschwung ohne Armeinsatz oder in Rückenkraultechnik
✔ 10 Meter Streckentauchen, direkt aus der Schwimmlage, ohne sich vom Beckenrand abzustoßen
✔ Dreimaliges Tieftauchen auf ca. 2 Meter, um innerhalb von 3 Minuten jeweils einen Gegenstand vom Beckenboden zu bergen
✔ Sprünge ins Wasser:
- Entweder ein Sprung aus 3 Metern Höhe
- Oder zwei verschiedene Sprünge aus 1 Meter Höhe
✔ 50 Meter Transportschwimmen, bei dem eine Person durch Ziehen oder Schieben im Wasser transportiert wird
Mit dem Gold-Abzeichen haben Kinder bewiesen, dass sie nicht nur sicher schwimmen, sondern auch unter Wasser gut zurechtkommen und sogar erste Fähigkeiten zur Hilfeleistung besitzen.