Richtig Schwimmen lernen: Das müsst ihr beachten!

Wenn Kinder schwimmen lernen sollen, ist ein behutsames Vorgehen wichtig. Dies dient sowohl der Sicherheit als auch der Vermeidung von Angst vor dem Wasser. Hier bekommt ihre eine grobe Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen Überblick über die einzelnen Lernbereiche:
- Gewöhnung ans Wasser: Zunächst müssen Kinder das Element Wasser kennenlernen. Gemeinsames Planschen im flachen Wasser kann helfen, Ängste abzubauen. Es gilt die Faustregel: je früher ihr damit anfangt, desto leichter gestaltet sich meist der Schwimmlernprozess.
- Vertrauen aufbauen: Einfache Bewegungen im seichten Wasser und das Spielen mit Schwimmhilfen wie den Schlori Schwimmkissen oder Poolnudeln stärken das Vertrauen. Kurse im Kleinkindschwimmen sind hierfür ideal und vertiefen auf spielerische Weise die Fähigkeiten, die es zur Wasserbewältigung braucht.
- Erster Schwimmkurs: Sobald sich die Kinder im Wasser sicher fühlen, können sie an einem ersten richtigen Schwimmkurs teilnehmen und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln. Hier werden sie von geschultem und einfühlsamen Fachpersonal an die ersten richtigen Schwimmbewegungen herangeführt und lernen sich für kurze Zeit selbstständig über Wasser zu halten.
Welche Schwimmart wird zuerst gelernt?
Kinder lernen von Natur aus das Paddeln, um sich im Wasser fortzubewegen. Die erste richtige Schwimmtechnik, mit der die meisten Kinder im Schwimmunterricht in Kontakt kommen, ist jedoch das Brustschwimmen.
Die vier grundlegenden Schwimmtechniken
Es gibt vier grundlegende Schwimmtechniken, die man beherrschen kann:
- Kraulen: Diese Technik ist einfach zu erlernen und die schnellste Fortbewegungsart im Wasser. Sie zeichnet sich durch wechselseitige Armzüge und durchgehenden Beinschlag aus.
- Schmetterlingsschwimmen: Hier werden beide Arme synchron über den Kopf ins Wasser geführt, während die Beine wellenartige Bewegungen machen. Diese Technik ist anspruchsvoller.
- Brustschwimmen: Diese beliebte und langsame Schwimmart erfordert, dass die Arme entgegengesetzt zur Schwimmrichtung durch das Wasser geführt werden und der Kopf dabei untertaucht. Kinder können dabei eine Schwimmbrille tragen, um die Augen vor dem Chlor- oder Salzwasser zu schützen.
- Rückenschwimmen: Ähnlich wie beim Kraulen werden die Arme abwechselnd über den Kopf geführt, die Beine bewegen sich im Wechselschlag, alles in Rückenlage.
Die besten Schwimmhilfen
Für Anfänger sind die Begleitpersonen immer noch die beste Schwimmhilfe. Soll es aber ein bisschen mehr Sicherheit sein, weil beispielsweise nicht nur ein Kind beaufsichtigt werden muss, so eignen sich Armschwimmhilfen für den passiven Nutzer am ehesten. Diese sind in erster Linie darauf ausgelegt den Kopf über Wasser zu halten. Gleichzeitig schränken sie aber die Bewegungsfreiheit ein und sorgen für eine senkrechte Wasserlage, die für das richtige Schwimmen lernen kontraproduktiv ist. Wenn das Kind also schon über gute Kopf- und Rumpfkontrolle verfügt sollten Schwimmkissen und Schwimmnudeln als Auftriebshilfe in Betracht gezogen werden. Diese fördern die richtige Wasserlage und bieten die nötige Bewegungsfreiheit, die es braucht um die Schwimmbewegungen richtig ausführen zu können. Für das Üben von Rückenschwimmen kann ein Schwimmbrett unter dem Rücken hilfreich sein. Schwimmbretter eignen sich außerdem hervorragend dazu die Beinbewegungen gezielt zu üben und die Bewegungsabläufe zu trainieren.
Die richtige Badebekleidung
Es ist wichtig, dass die Badebekleidung nicht behindert oder beschwert. Weite Badehosen können Wasser anstauen und die Beinbewegungen einschränken. Eng anliegende Schwimmhosen und sportliche Badeanzüge sind daher besser geeignet. Außerdem solltet ihr die Farbe der Badekleidung mit Bedacht wählen, denn so schön auch pastellige oder blau/grüntönige Stoffe aussehen mögen, machen das Kind leider ziemlich unsichtbar im Wasser. Hier gilt: je greller, desto besser! Neonfarben sind also die sicherste Wahl.
Fazit: Warum Schwimmen lernen so wichtig ist
Schwimmen zu können, ist überlebenswichtig. Jedes Jahr verunglücken in Deutschland viele Menschen im Wasser. Laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ertranken 2022 über 350 Menschen. Ertrinken ist nach Angaben der Stiftung Kindergesundheit der zweithäufigste tödliche Unfall bei Kindern. Deshalb sollten Kinder frühzeitig Schwimmen lernen und im Wasser stets beaufsichtigt werden, auch wenn sie Schwimmhilfen tragen. Ein Schwimmkurs empfiehlt sich ab etwa vier Jahren.